Turnen Chronik
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Turnen:
Die Turnabteilung könnte man auch als die Mutter des ASV Ortenburgs bezeichnen.
Warum? Sie besteht als Organisation seit über hundert Jahren und hat sich als Turnverein, der auch Schwimmern, Faustball und Leichtathletik betreibt, im Jahre 1969 mit den Fussballclub Ortenburg zusammengeschlossen. Aber der Reihe nach:
Turnen hat in Ortenburg Tradition. Im Jahre 1893 wurde der Turnverein Ortenburg offiziell durch 20 Mitglieder gegründet. Bereits Jahrzehnte vor der Gründung wurde allerdings turnerische Körperertüchtigung, jedoch im Kreise der Freiwilligen Feuerwehr, betrieben. Seit jeher waren die Turner in weitem Umkreis von Ortenburg und bei überregionalen Wettkämpfen vertreten und erfolgreich. Zur damaligen Zeit waren Sportvereine nicht nur Institutionen, wo man sich sportlich betätigen konnte. Sie boten auch die Gelegenheit, Geselligkeit und Kultur zu pflegen. So veranstaltete der Turnverein bereits in den zwanziger Jahren Theateraufführungen, ja sogar Operetten wurden dargeboten.

Sportlich gesehen waren die Turner sehr erfolgreich. Beispielhaft seien hier der 3. Platz von Dr. Dieter Hennemann im Geräte-10-Kampf bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in München (1951) und der Niederbayerische Meistertitel der Wasserballer (1952) genannt.
Herausragend war auch der 15. Platz von Erich Langmeyer im Junioren-12-Kampf beim Deutschen Turnfest 1953 in Hamburg. Erich Langmeyer war damit unter 830 Teilnehmern zweitbester Bayer.
Mit der Fusion des Turnvereins mit dem Fussballclub (1969) und der damit verbundenen Verselbstständigung der Leichtathleten und der Faustballer in den Abteilungen nahmen auch die Wettkampfaktivitäten der Turner Zug um Zug ab. Man nahm sich mehr und mehr dem Breiten- und vor allem dem Gesundheitssport an.
So hat man anfangs 1985 als erster Verein in Niederbayern eine Wirbelsäulenschäden vorbeugende Gymnastik angeboten. Centa Hollweck hatte das Angebot zunächst auf zwei bis drei Monate ausgelegt. Bis heute ist der Zuspruch jedoch so groß, dass die Wirbelsäulengymnastik aus dem Programm nicht mehr wegzudenken ist.
Erika Altenschöpfer rief, lange vor der Wirbelsäulegymnastik, das (allgemeine) Frauenturnen ins Leben. Ihr Angebot findet auch heute noch regen Zuspruch.
Auch schon lange Jahre bietet man Mutter/Kind-Turnen an. Junge Gymnastik- und Turnwillige schließen sich gerne seit 2001 laufenden "Fit mit Spaß"-Veranstaltungen an.
Skifahrer haben seit Jahrzehnten die Möglichkeit, sich auf die "Winterfreuden" durch Stärkung der Muskulatur mittels gezielter Gymnastik vorzubereiten. Karl Schödel hat diese Veranstaltungen Jahrzehnte lang geleitet. Im Jahr 2000 lösten ihn dann Centa Hollweck und Elvira Loose ab. Dieses Jahr markiert auch den Generationswechsel bei den Turnern. Centa Hollweck und Elvira Loose stellten (auch 2001) eine Laufgruppe auf , die zwischenzeitlich um Nordic Walking erweitert worden ist. Die Aktivitäten der Turnabteilung erfreuen sich regen Zuspruchs. Daraus resultiert auch ein ständiger Mitgliederzuwachs; eine für den Verein sehr positive Entwicklung.
Für die Turnabteilung im ASV gilt:
zwar ncht mehr so öffentlichwirksam wie früher, aber für die bewegungswilligen Ortenbuger unverzichtbar.


