Unsere Sportanlage
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Unsere Sportanlage:
Der 1931 an der Wolfach in Betrieb genommene Sportplatz, der heute noch als Bolzplatz besteht, war für die damalige Zeit eine "großzügige" gestaltete Sportstätte in "bester Lage". Es muss ein schönes Ereignis gewesen sein, als man den Platz einweihte. Wenn auch zwischenzeitlich am Rande eines Wohngebietes gelegen, könnte der Platz auch heute noch seinen Zweck erfüllen. Warum er das nicht mehr tut, wird im Programm zur Einweihung der jetzigen Anlage in Vorderhainberg beschrieben:
"Im August 1968 trat die Marktgemeinde Ortenburg unter dem damaligen Bürgermeister Hans Schricker an den Turnverein heran. Die Gemeinde wollte das Turnhallengrundstück pachten, um die neue Schule bauen zu können. Dies gab den Anstoss - und die ersten Gedanken über den Bau einer Sportanlage wurden unter den damaligen Turnratsmitgliedern ausgetauscht. Im Frühjahr und Sommer 1969 fanden dann mehrere Turnratssitzungen statt, die sich mit dem Verkauf der vereinseigenen Turnhalle sowie mit dem Kauf eines geeigneten Grundstückes zur Erstellung der Sportanlage beschäftigten.
Am 9. August 1969 war es dann soweit: Die außerordentliche Generalversammlung beschloss den Verkauf der Turnhalle sowie den Kauf des Lößl-Bergs in Hinterhainberg.
In dieser Zeit fielen auch die Bemühungen von Turnverein und Fussballclub, sich zusammenzuschließen. Im November wurden die Modalitäten über den Zusammenschluss festgelegt. Am 13. November 1969 war der ASV geboren.
Im Februar 1970 wurde der so wichtige Zuschussantrag an den Bayerischen Landessportverband gestellt - weitere Zuschussanträge folgten. Die Planung der Sportanlage Hinterhainberg war fertiggestellt. Die Planierungsarbeiten begannen im Herbst 1971. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass die Bodenbeschaffenheit des Lößl-Bergs zur Errichtung einer Sportanlage nicht geeignet sei und so fasste man den Beschluss, die Arbeiten wieder einzustellen.

Man richtete erste Blicke auf die Kiesgrube in Vorderhainberg, um dort nun die Sportanlage zu errichten. 1972 beschloss die außerordentliche Generalversammlung, den neuen Sportplatz dort zu planen und zu bauen. Helmut Bernauer wurde neuer Vorsitzender des ASV.
in vielen Ausschusssitzungen wurde immer wieder über die Finanzierung der neuen Sportanlage beraten. Im März 1976 endlich war die Rohplanung der neuen Sportanlage erstellt. Im Juni erfolgte dann die Planungsvergabe an das Architekturbüro Voggenreiter, Passau, und einen Monat lag bereits die erste Kostenermittlung vor. Nach mehreren Sitzungen wurde das Kiesgrubengelände von der Marktgemeinde Ortenburg gepachtet. Der Maßnahmenkatalog war inzwischen erstellt worden und im März 1977 lag der Baubescheid des Landratsamtes Passau vor. Nun konnte mit dem Bau begonnen werden. Die wichtigsten Stationen:
- 1977: Beginn der Kanalisation, Vergabe Rohbau
- 1978: Verlegung Oberflächenkanal, Verputzarbeiten Betriebsgebäude, Vergabe Spielfeld sowie Laufbahn und Weitsprunganlage
- 1979: Fertigstellung Hauptspielfeld und Betriebsgebäude
- 1980: Fertigstellung Laufbahn und Weitsprunganlagen
- 1982: Fertigstellung Sandplatz
Dass der ASV und seine Mitlglieder nicht untätig waren, ist beinahe als Selbstverständlichkeit anzusehen. Nur solche Arbeiten wurden vergeben, die nicht selbst durchgeführt werden konnten. (...)
Wenn diese Zeilen gelesen werden, wird so mancher denken, dass es gar nicht so schwierig sei, eine Sportanlage zu errichten. Andere aber werden sich bei dem einen oder anderen Datum erinnern, dass auch sie hier mitgearbeitet haben. Und diesen Leuten gilt der Dank der sporttreibenden Jugend des ASV Ortenburg.

Am 6. Juni 1982 konnte die neue Anlage in Vorderhainberg feierlich eingeweiht werden.
Etwa zwei Jahrzehnte konnte man sich auf den Lorbeeren der "Bernauer-Truppe" ausruhen. Außer kleineren Veränderungen oder Ergänzungen, z. B. die Erstellung eines Geräteschuppens, war bauseitig nichts Besonderes veranlasst. Dann musste aber der Belag der Lauf- und Sprungbahnen erneuert werden.
Dem Verein blieb keine Wahl: man musste sanieren. Die Maßnahme wurde in der Zeit von Ende 1998 bis Frühjahr 1999 durchgeführt.
Vielleicht auch weil die Laufbahnsanierung so reibungslos über die Bühne ging, wagte man sich an ein weiteres Vorhaben. Schon lange wurde diskutiert, vor dem Vereinsheim eine Überdachung oder Ähnliches zu schaffen, damit man Sportlern und Zuschauern einen "Unterschlupf" bei schlechtem Wetter bieten kann. Mehrere sehr sorgfältig ausgearbeitete und wohl durchdachte Vorschläge standen zur Diskussion.

Allein Architekt Hugo Lechner hatte zwei Varianten parat; eine davon ist unser heutiges Zeltdach. Letztendlich entschied man sich für das Zeltdach. Man ging ans Werk. Unter der kongenialen Führung und auch intensiver Mitarbeit von Hugo Lechner und "Capo" Erdmann Fabich sowie dem Dazutun vieler Helferinnen und Helfer konnte das Vorhaben zum Sonnenwendfeuer 2001 fertiggestellt werden. Das Werk war bestens gelungen. Es macht die ohnehin sehr schöne Anlage zu etwas Besonderem und bietet optimale Funktionalität.
Wer geglaubt hat, die Bautätigkeit an der ASV-Sportanlage sei nun beendet, hatte die Rechnung ohne den Vorstand gemacht. Sowohl das Flachdach des Vereinsheimes als auch die Heizungs- und Sanitäranlagen wurden 2004 "auf die Schnelle" erneuert. Nun heizt man mit Hilfe einer Solaranlage.
Nun dachten alle, aber jetzt ist wirklich Ruhe an der "Baufront". Richtig, wieder gefehlt! Ein Grill- und Verkaufsraum für Vereinsveranstaltungen wurde 2005 gebaut. Wieder wurden Architekt Hugo Lechner und "Capo" Erdmann Fabich aktiviert.

All die (Bau-)Mühen haben sich allerdings gelohnt: Die Anlage des ASV Ortenburg dürfte sicherlich eine der schönsten Sportanlagen (zumindest) in unserer Region sein. Aber nicht nur Optik und Funktionalität bieten Freude. Erfreulich ist natürlich auch, dass der Verein trotz der enormen Baukosten, die all die durchgeführten Maßnahmen verursacht haben, heute praktisch Schuldenfrei ist.


